Kulinarisches

Nicht vergessen sollte man die Gastronomie, denn fränkisch essen gehen, heißt gut und preiswert essen. Schäuferla mit Kloß und Wirsing, Krenfleisch oder Karpfen im Bierteig gebacken sind nur einige Beispiele fränkischer Kochkunst.

Apropos fränkische Kochkunst:

Jede Jahreszeit hat ihre fränkischen Spezialitäten, denen Sie sowohl auf den hiesigen Märkten, als auch in der Gastronomie begegnen:

Im zeitigen Frühjahr ist es der Bärlauch, der hier mehr und mehr Freunde findet. Probieren Sie es doch einmal selbst. Wir geben Ihnen gerne Tipps, wo Sie ihn finden und wie er verarbeitet werden kann.

Eine echte fränkische Rarität sind die Hopfensprossen, die vor allem im Nürnberger Land Eingang in die gehobene Gastronomie gefunden haben.

Fränkischer Spargel findet sich ab Mai auf allen Speisekarten der Region. Vielleicht einmal zusammen mit Bamberger Hörndl – nein, keine Brotware, sondern eine uralte Kartoffelsorte.

Im späten Frühling und Sommer, also zur besten Kellerzeit, stehen Brotzeiten nach einer ausgedehnten Wanderung hoch im Kurs. Hier auf den fränkischen Bierkellern kann man sich seine Brotzeit selbst mitbringen, oder man probiert die herrlichen Kellerplatten, wie zum Beispiel auf dem Kropfeld Keller in Drosendorf oder den Brotzeitteller im Landgasthof Zehner, ebenfalls in Drosendorf. Pressack, Schinken, Dosenfleisch und Göttinger, aber auch Käsespezialitäten wie Obatzter und Ziebeleskäse machen Appetit. Vielleicht bekommen Sie auch Zwetschgenbammes, einen geräucherten Rinderschinken, oder kalten Braten. Aber Vorsicht: die Portionen sind riesig, oder in Anlehnung an ein bitte nicht allzu ernst zu nehmendes Sprichwort: In der Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot.

Ja, das fränkische Brot, das sollte hier nicht unerwähnt bleiben. Stammt es doch bei vielen Familien auf dem Land noch aus dem gemeinschaftlich genutzten Dorfbackofen. Auch die Familie Kropfeld, Wirtsleute auf dem Drosendorfer Keller, backen ihr Brot selbst in ihrem eigenen Holzbackofen unten am Keller.

Die fränkische Schweiz ist auch die bedeutendste Anbauregion für Kirschen und Zwetschgen, letztere vor allem in der Umgebung von Eggolsheim, wo noch heute zahllose Obstdarren ein beredtes Zeugnis über die früher übliche Verarbeitung ablegen, aus denen dann unter anderem die berühmten „Zwetschgenmännla“ des Nürnberger Christkindlmarktes entstanden.

Neben der Verarbeitung dieser Früchte in fränkischen Küchen und Backstuben, soll an dieser Stelle auch auf die diversen Brennereien der Region hingewiesen werden. In Drosendorf sind es beide Wirte – Zehner und Kropfeld, die neben Obstler, Kirschen und Zwetschgen auch ausgefallene Edelbrände anbieten, wie Schlehe, Quitte, Williams, oder Holundergeist.

Im Herbst gibt es dann die scharfen Wochen: Meerrettich, beziehungsweise Kren, wie er hier genannt wird, der sich mittlerweile auch in der feinen Küche etabliert hat. Übrigens, wussten Sie, dass es in Baiersdorf, nur wenige Kilometer von Drosendorf entfernt, nicht nur ein Meerrettichmuseum, sondern auch eine Meerrettichkönigin gibt?

Und dann natürlich, in allen Monaten mit „r“, die Karpfensaison: Aischgründer Karpfen im Bierteig. Dafür nehmen Genießer lange Anfahrwege in Kauf. Sie bekommen ihn in der Saison in fast allen Gasthöfen der Region; besonders empfehlenswert in der Nachbarschaft: de Brauerei Gasthof Pfister in Weigelshofen, mit einer ausgezeichneten Fischküche – nicht nur für Karpfen, sondern auch Forelle, Saibling, Waller und andere Köstlichkeiten.

Schlachtschüsseln gibt es eigentlich zu jeder Jahreszeit, am besten jedoch schmecken gekochte Blut- und Leberwurst sowie Kesselfleisch im Winter; in Drosendorf am Rosenmontag, wo die örtliche freiwillige Feuerwehr zum Kesselfleischessen einlädt, oder man wandert nach Schirnaidel, einem winzigen Weiler unweit Drosendorfs am Fuße des Schießberges, wo im Gasthaus Pinsel alle 4 Wochen Schlachtschüsselessen angeboten wird.

Ausprobieren heisst die Devise.

Nicht vergessen wollen wir die diversen Feste und Veranstaltungen.

Besonders hervorzuheben sind im Frühjahr die Osterbrunnen der Fränkischen Schweiz, die zwar mittlerweile auch außerhalb der Region Nachahmer gefunden haben, aber nach wie vor eine Reise wert sind. Auch in Drosendorf wird der Dorfbrunnen, aus dem übrigens Quellwasser bester Trinkwasserqualität sprudelt, vom örtlichen Gartenbauverein am Wochenende vor Ostern in der traditionellen Form geschmückt.

Die diversen Kirchweihfeste stellen den jeweiligen Höhepunkt einer mittlerweile reichen Veranstaltungsserie in der Region dar. Besonders hervorzuheben das Walberla Fest Anfang Mai, die Erlanger Bergkirchweih an Pfingsten, sowie das Annafest in Forchheim Mitte Juli. Aber auch die kleinen Kirchweihfeste jeden einzelnen Dorfes, so auch in Drosendorf, im allgemeinen am 2. Septemberwochenende, sind einen Besuch wert, wenn die fränkischen Bräuche gepflegt werden, bei denen unter anderem ein Kirchweihbaum aufgestellt wird, und Spezialitäten wir Krapfen, Küchla, Urrädla und andere Köstlichkeiten gereicht werden.